Im Vorfeld eines geplanten Besuchs von US-Präsident Donald Trump im Großraum Los Angeles haben kalifornische Sicherheitsbehörden auf einem seiner Golfclubs in Rancho Palos Verdes einen bewaffneten Mann festgenommen. Der 38-jährige Tatverdächtige aus der nahegelegenen Stadt Downey war von zivilen Bundesagenten dabei beobachtet worden, wie er das Gelände filmte und offenbar die Sicherheitsvorkehrungen für die anstehende Parteiveranstaltung auskundschaftete. Bei dem Verdächtigen und in seinem Fahrzeug wurden eine geladene Pistole sowie Spezialmunition sichergestellt. Nach Behördenangaben besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit, während die Ermittlungen zu den Hintergründen andauern.
- Ein 38-jähriger Mann wurde auf Trumps Golfplatz in Rancho Palos Verdes beim Auskundschaften der Sicherheitsvorkehrungen festgenommen.
- Ermittler fanden eine geladene Waffe im Auto des Verdächtigen sowie weitere Schusswaffen und Notizbücher in seiner Wohnung.
- Der US-Präsident sollte zwei Tage nach dem Zwischenfall zu einem Spendenauftakt der Republikaner in Südkalifornien eintreffen.
US-Agenten greifen bei Sicherheitsüberwachung in Rancho Palos Verdes ein
Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag gegen 15:30 Uhr Ortszeit auf dem Gelände des „Trump National Golf Club“ in der Küstenstadt Rancho Palos Verdes südlich von Los Angeles. Zivile Bundesagenten bemerkten den Verdächtigen Jeanine John Taele auf dem Areal, als er Fotos und Videos aufnahm. Wie das Los Angeles County Sheriff’s Department mitteilte, erweckte der Mann den Eindruck, gezielt die Vorbereitungen der Sicherheitskräfte zu überwachen.
Bei einer anschließenden Durchsuchung entdeckten die Einsatzkräfte ein 16-Schuss-Magazin mit Hohlspitzmunition in der Hosentasche des Mannes. In seinem auf dem Parkplatz des Golfclubs abgestellten Fahrzeug fanden die Beamten eine durchgeladene Pistole mit einer Patrone im Patronenlager sowie ein weiteres geladenes Magazin. Zudem war Taele bereits Gegenstand einer separaten Raubermittlung durch die Polizei in El Segundo.
Hausdurchsuchung bringt Waffenlager und auffällige Dokumente zutage
Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen im nahegelegenen Downey stellten Detektive in Zusammenarbeit mit einer Anti-Terror-Einheit des FBI weitere Waffen, Schutzwesten und erhebliche Mengen Munition sicher.
Unter den beschlagnahmten Gegenständen befanden sich ein illegal umgebautes Gewehr der AR-Plattform, eine weitere Pistole vom Kaliber .45, Funkgeräte sowie mehrere Notizbücher mit bedenklichen Äußerungen. Ob diese Notizen direkte Drohungen gegen Donald Trump enthielten, ließen die Behörden zunächst unklar.
Gegen den Festgenommenen wurden mehrere Anklagepunkte erhoben, darunter verdecktes Tragen einer Schusswaffe im Fahrzeug, Besitz verbotener Munition und illegaler Waffenbesitz. Taele plädierte vor Gericht auf nicht schuldig. Als Schutzmaßnahme wurde ihm auferlegt, sich dem Golfplatz fernzuhalten und keine Waffen zu besitzen.
Erhöhte Wachsamkeit nach früheren Vorfällen auf Golfanlagen
Der Vorfall verdeutlicht die extrem hohen Sicherheitsstandards bei Auftritten von US-Präsidenten, insbesondere nach zurückliegenden Zwischenfällen auf Golfplätzen.
Trumps geplanter Auftritt bei einem Abendessen der Republikanischen Partei in Rancho Palos Verdes ist Teil einer Reise durch Kalifornien und Nevada. Aus politischer Sicht zeigen derartige Ereignisse, wie aufwendig die Kooperation zwischen lokalen Sheriffs, der Bundespolizei FBI und dem Secret Service organisiert sein muss, um Risiken bei Großveranstaltungen im öffentlichen Raum zu minimieren.
Bereits im September 2024 war es auf Trumps Golfplatz im floridischen West Palm Beach zu einem versuchten Attentat gekommen, als ein bewaffneter Mann im Gebüsch auflauerte. Die Sicherheitskräfte heben hervor, dass ein frühzeitiges Einschreiten lokaler und föderaler Behörden entscheidend ist, um potenzielle Bedrohungen abzuwehren, bevor diese eskalieren können.































