Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche setzt mit dem neuen Cayenne Turbo Electric eindrucksvolle Akzente auf dem internationalen Markt. Bei unabhängigen Messungen des US-Fachmagazins „Car and Driver“ beschleunigte das vollelektrische SUV trotz eines Gewichts von rund 2,7 Tonnen (5.960 Pfund) in nur 2,1 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (ca. 96 km/h). Damit verwies das Zuffenhausener Modell etablierte Supersportwagen wie die 1.064 PS starke Corvette ZR1 und den Lamborghini Revuelto um eine Zehntelsekunde auf die Plätze. Für den deutschen Premiumhersteller demonstriert dieser Testerfolg die Leistungsfähigkeit heimischer Ingenieurskunst bei der weltweiten Umstellung auf elektrische Antriebe.
- Der vollelektrische Porsche Cayenne Turbo Electric sprintet im US-Test in 2,1 Sekunden von 0 auf 96 km/h.
- Zwei Elektromotoren leisten zusammen 1.139 PS (849 kW) und bieten 1.500 Nm Drehmoment bei aktivierter Launch Control.
- Mit optionalen Keramikbremsen erzielt das rund 2,7 Tonnen schwere SUV Bremswerte auf dem Niveau einer Corvette ZR1.
Zwei Elektromotoren liefern mehr als tausend PS Systemleistung
Die enormen Fahrleistungen des Cayenne Turbo Electric basieren auf zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse. Im Zusammenspiel mit dem Allradantrieb stellen sie bei aktivierter Launch Control eine Gesamtleistung von 1.139 PS (849 kW) sowie ein maximales Drehmoment von 1.500 Newtonmetern (1.106 lb-ft) bereit. Diese Kraftentwicklung ermöglicht es dem Fahrzeug, seine Masse von 2.703 Kilogramm Mühelos in Bewegung zu setzen.
Trotz eines Leergewichts von fast 2,7 Tonnen lässt der elektrische Cayenne im Sprint auf 96 km/h selbst reinrassige Verbrenner-Supercars hinter sich.
Auch jenseits der Tempo-100-Marke setzen sich die Beschleunigungswerte fort. Nach 4,5 Sekunden erreicht der Stromer 100 Meilen pro Stunde (161 km/h). Die Viertelmeile absolviert der Cayenne in 9,5 Sekunden mit einer Endgeschwindigkeit von 235 km/h (146 mph) – damit war er 1,1 Sekunden schneller als der Lucid Gravity und schlug den Lamborghini Revuelto um zwei Zehntelsekunden. Auf 150 mph (241 km/h) zieht der Zuffenhausener in 10,1 Sekunden durch. Beeindruckend fallen auch die Zwischensprints aus: Von 48 auf 80 km/h vergehen 1,1 Sekunden, für den Bereich von 80 bis 113 km/h benötigt das SUV 1,4 Sekunden.
Das Schwergewicht bremst und lenkt wie ein Supersportwagen
Dass hohe Masse im Zeitalter der Elektromobilität durch moderne Fahrwerkstechnik und Hochleistungskomponenten kompensiert werden kann, zeigt der Cayenne auch beim Verzögern und in Kurven. Ausgerüstet mit der optionalen, rund 10.900 US-Dollar (ca. 10.000 Euro) teuren Carbon-Keramik-Bremsanlage kam das Testfahrzeug aus einer Geschwindigkeit von 113 km/h (70 mph) nach 42,7 Metern (140 Fuß) zum Stillstand. Dies entspricht exakt dem Bremsweg der Corvette ZR1, obwohl der Porsche rund 953 Kilogramm mehr wiegt. Den konventionell angetriebenen Cayenne Turbo GT unterbot der Elektro-SUV beim Bremsweg um etwa drei Meter, den Lamborghini Urus Performante um 3,7 Meter.
Auf dem Querdynamik-Rundkurs („skidpad“) erzielte der Porsche eine Querbeschleunigung von 1,05 g, was den höchsten von der Zeitschrift gemessenen Wert für ein SUV darstellt. Damit lag er knapp vor dem Urus Performante (1,04 g) sowie deutlich vor Mitbewerbern wie dem Lucid Gravity (0,90 g) und dem Rivian R1S (0,80 g). Als wesentliche Faktoren für dieses Handling gelten die montierten Pirelli P Zero R-Reifen sowie das adaptive Fahrwerk Porsche Active Ride.
Preislich startet der Cayenne Turbo Electric in den USA bei 165,350 US-Dollar inklusive Überführungskosten. Das von „Car and Driver“ getestete Exemplar schlug inklusive der Keramikbremsen und weiterer Ausstattungsoptionen mit 194.600 US-Dollar zu Buche.
Können extrem leistungsstarke Elektro-SUVs für Sie klassische Sportwagen ersetzen, oder fehlen Ihnen dabei die Emotionen eines Verbrennungsmotors? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare!































