Der unerwartete Tod der US-Schauspielerin Hayden Panettiere im Alter von 36 Jahren hat in der Filmbranche tiefe Trauer ausgelöst, während die Behörden im US-Bundesstaat South Carolina die genauen Umstände untersuchen. Da die Ermittler bislang keine Hinweise auf ein Fremdverschulden feststellen konnten, rückt nun das Vermächtnis der Darstellerin sowie der enorme Druck ihrer frühen Karriere in den Blickpunkt. In einer persönlichen Stellungnahme würdigte ihr langjähriger Kollege Jack Coleman, der in der Erfolgsserie Heroes ihren Vater spielte, das Talent der Verstorbenen und erhob zugleich schwere Vorwürfe gegen den damaligen Umgang von Medien und Paparazzi mit der Minderjährigen.
- Die Ermittlungen zur Todesursache von Hayden Panettiere laufen, Anzeichen für Fremdeinwirkung gibt es laut Behörden nicht.
- Serien-Vater Jack Coleman erinnert an Panettieres außergewöhnliches Talent und ihre Arbeitsweise am Set.
- Coleman verurteilt das Verhalten von Medien und Paparazzi, die die damals erst 16-Jährige gezielt verfolgt hätten.
Die Behörden untersuchen die Umstände des Todes
Nach dem Tod von Panettiere teilte das Büro des Gerichtsmediziners in Greenville County mit, dass die genaue Todesursache sowie die Umstände Gegenstand laufender Untersuchungen seien. Erste Feststellungen ergaben keine offensichtlichen Anzeichen für Gewalteinwirkung oder verdächtige Umstände. Die Schauspielerin hinterlässt ihre Eltern sowie ihre Tochter Kaya, die aus der früheren Beziehung mit dem ehemaligen Boxer Wladimir Klitschko stammt.
Bei ungeklärten Todesfällen ohne unmittelbare Anzeichen von Fremdeinwirkung ist es in den USA üblich, dass gerichtsmedizinische Routineuntersuchungen durchgeführt werden. Bis zum Vorliegen endgültiger Befunde vergehen in der Regel mehrere Wochen, weshalb offizielle Stellen vorerst keine Spekulationen zur Todesursache bestätigen.
Jack Coleman erinnert an die Dreharbeiten zu „Heroes“
In sozialen Netzwerken veröffentlichte Jack Coleman emotionale Worte zum Verlust seiner früheren Kollegin. Die beiden standen von 2006 bis 2010 für die NBC-Serie Heroes vor der Kamera, in der Panettiere eine Highschool-Cheerleaderin mit regenerativen Fähigkeiten verkörperte. Coleman erinnerte daran, wie die damals 16-Jährige am ersten Drehbuch-Tag des Pilotfilms auf ihn zukam, ihn umarmte und fortan „Daddio“ nannte, während er sie wegen ihrer schauspielerischen Fähigkeiten als „Haydini“ bezeichnete.
Besonders beeindruckt zeigte er sich von ihrer Fähigkeit, Gefühle auf den Punkt abzurufen. Auf sein Staunen über ihre Technik habe die junge Darstellerin geantwortet, es sei keine bloße Technik, sondern echtes Empfinden. Auch der Schöpfer der Serie, Tim Kring, sowie Serienkollege Sendhil Ramamurthy hoben Panettieres Professionalität und ihren Einsatz für andere Menschen am Set hervor.
Scharfe Kritik an der Berichterstattung der 2000er-Jahre
Neben der Trauer nutzte Coleman seinen Beitrag, um auf die Schattenseiten des frühen Ruhms aufmerksam zu machen. Panettiere, die mit 17 Jahren an der Spitze des Branchenportals IMDb Pro stand, sei von Fotografen förmlich gejagt worden. Er berichtete von Paparazzi mit Teleobjektiven, die sich im Gebüsch versteckten und auf Nachbargrundstücke fuhren, sowie von Journalisten, die der Minderjährigen provokante und unangemessene Fragen stellten.
Coleman drückte neben Schmerz und Bedauern auch Wut darüber aus, wie rücksichtslos die Medien mit der jugendlichen Schauspielerin umgingen.
Diese Schilderungen verdeutlichen das Medienklima der späten 2000er-Jahre, in dem junge Schauspielerinnen im Scheinwerferlicht der Boulevardpresse oft extremer Belagerung ausgesetzt waren. Coleman schloss seine Botschaft mit dem Wunsch, dass Panettiere im Leben denselben Schutz erfahren hätte, den sie selbst stets für andere und für den Tierschutz eingesetzt habe.































