Als eine der erfolgreichsten Hollywood-Schauspielerinnen prägt die Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock („Blind Side“, „Speed“) seit Jahrzehnten das internationale Kino. Nun hat sich die 62-Jährige erstmals öffentlich zum schweren Verlust ihres langjährigen Lebensgefährten geäußert. Der Fotograf Bryan Randall war im August 2023 im Alter von 57 Jahren an den Folgen der unheilbaren Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) gestorben. In einem Gespräch im US-Podcast „SmartLess“ gab Bullock seltene Einblicke in die jahrelange emotionale Belastung, die das Geheimhalten der Erkrankung mit sich brachte.
- Fotograf Bryan Randall verstarb im August 2023 nach jahrelanger ALS-Erkrankung im Alter von 57 Jahren.
- Auf Wunsch ihres Partners hielt Sandra Bullock die Diagnose über Jahre hinweg vor der Öffentlichkeit geheim.
- Im Podcast „SmartLess“ sprach die Schauspielerin offen über Isolationsgefühle während der Pflege und den schleichenden Abschied.
Ein Versprechen erzeugte schwere Isolation
Randall habe sie gebeten, seine traumatische Diagnose nicht öffentlich zu machen. Dieses Versprechen habe sie konsequent gehalten, obwohl die Geheimhaltung eine enorme mentale Last bedeutet habe. Zunächst sei Bullocks Schwester Gesine die einzige Vertraute gewesen. Später weihte die Schauspielerin auch enge Freundinnen wie Jennifer Aniston und Amanda Anka ein.
Besonders während der Corona-Pandemie verdoppelte sich der Druck, da die Pflege des kranken Partners, die Erziehung der kleinen Kinder und die strikte Geheimhaltung aufeinanderprallten.
Bei der Erkrankung ALS verschlechtern sich schrittweise die motorischen Nervenzellen, was zu einer fortschreitenden Lähmung der Muskulatur führt. Für Angehörige bedeutet die Begleitung eines ALS-Patienten eine extreme körperliche und psychische Herausforderung, da der Pflegebedarf mit dem Ausfall körperlicher Funktionen kontinuierlich steigt. Bullock und Randall kümmerten sich gemeinsam um ihren Sohn und ihre Tochter sowie Randalls Tochter aus einer früheren Beziehung.
Der emotionale Abschied begann lange vor dem Tod
Das Paar hatte sich Anfang 2015 kennengelernt, als Randall als Fotograf für den Geburtstag von Bullocks Sohn engagiert worden war. Von den acht Jahren ihrer Beziehung sei ihr Partner mindestens die Hälfte der Zeit schwer krank gewesen, erklärte Bullock. Dies führte bei ihr zu einem vorgezogenen Trauerprozess.
„Mein geliebter Mensch ist viel früher gegangen als sein Körper“, schilderte Bullock den schleichenden Verlust im Podcast.
Sie habe bereits vier Jahre vor Randalls Tod angefangen, um ihn zu trauern. Während des intensiv geforderten Pflegealltags sei sie jedoch wie auf einem Laufband gefangen gewesen, sodass sie das Geschehene erst nach seinem Ableben emotional wirklich verarbeiten konnte.































