Als Frontmann der Band Thirty Seconds to Mars und als Hollywood-Star ist Jared Leto auch im deutschsprachigen Raum ein bekanntes Gesicht. Nun sieht sich der 54-jährige US-Schauspieler und Musiker mit schwerwiegenden Anschuldigungen konfrontiert: In einer neuen Dokumentation des britischen Senders BBC werfen ihm zehn Frauen sexuelle Belästigung und Übergriffe vor. Die Anschuldigungen beziehen sich auf Vorfälle zwischen 2002 und 2016, teils an internationalen Veranstaltungsorten. Leto wies die Vorwürfe über sein Team umgehend zurück und bezeichnete sie als „absolut und kategorisch falsch“.
- Zehn Frauen erheben in einer BBC-Dokumentation Vorwürfe gegen Jared Leto.
- Vier Betroffene schildern mutmaßlich strafbare Handlungen im Zeitraum von 2002 bis 2016.
- Der Schauspieler und Sänger weist alle Anschuldigungen als unbegründet zurück.
Konkrete Vorwürfe mehrerer Frauen in BBC-Recherche
In der Dokumentation mit dem Titel „Jared Leto: Hollywood’s Dark Secret“ schildern mehrere Frauen Vorfälle aus einer Spanne von 14 Jahren. Vier von ihnen werfen Leto Handlungen vor, die nach US-amerikanischem und britischem Recht strafbar sein könnten. Eine Frau berichtet von einem sexuellen Übergriff in einem Motel-Badezimmer in Las Vegas im Jahr 2002, als sie 17 Jahre alt war. Eine weitere Schilderung betrifft das Jahr 2006 in Kalifornien: Dort soll es zum Geschlechtsverkehr mit einer 17-Jährigen gekommen sein, was nach den Gesetzen des US-Bundesstaates als sexueller Missbrauch einer Minderjährigen („statutory rape“) eingestuft wird.
Eine weitere Betroffene gibt an, nach einem Konzert von Thirty Seconds to Mars in der Londoner O2 Arena im Jahr 2013 von Leto in einem Hotelzimmer bedroht worden zu sein.
Zudem berichtet eine Betroffene, Leto habe ihr im Alter von 16 Jahren wiederholt anzügliche Telefonate gemacht und Sex vorgeschlagen. Eine spätere Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) habe sie nicht unterzeichnen wollen. Die BBC gab an, mehrere Berichte durch Befragungen von Angehörigen sowie durch Einsicht in Nachrichten, Fotos und Dokumente überprüft zu haben.
Kategorisches Dementi und frühere Berichte
Leto reagierte auf die Veröffentlichung mit einer eindeutigen schriftlichen Erklärung. „Ich habe nie in meinem Leben sexuelle Gewalt gegen irgendjemanden ausgeübt“, ließ der Oscar-Preisträger, der unter anderem durch Filme wie „Dallas Buyers Club“ und „Suicide Squad“ bekannt ist, mitteilen. Sämtliche Anschuldigungen seien frei erfunden.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Künstler mit derartigen Beschuldigungen konfrontiert wird. Bereits im vergangenen Jahr wurden nach Social-Media-Beiträgen der DJane Allie Teilz und einer Recherche des Magazins Air Mail Vorwürfe von mehreren Frauen öffentlich, die Leto ebenfalls bestreiten ließ.




























