Das in Miami ansässige Startup-Unternehmen Chip Motors möchte den Markt für alltägliche Kurzstrecken neu gestalten. Mit dem Modell „Chip“ hat das US-Unternehmen ein kompaktes Elektrofahrzeug vorgestellt, das speziell für alltägliche Besorgungen, Fahrten zur Schule oder Ausflüge konzipiert ist. Der Stromer gehört in den USA zur Kategorie der Low-Speed Vehicles mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h (25 mph) und einer Reichweite von rund 160 Kilometern (100 Meilen). Die Auslieferung soll 2027 zu einem Einstiegspreis von 15.000 US-Dollar (ca. 13.800 Euro) beginnen.
- Das US-Startup Chip Motors kündigt das kompakte Elektrofahrzeug „Chip“ für das Jahr 2027 an.
- Das Fahrzeug bietet bis zu 160 Kilometer Reichweite bei einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.
- Über den Dienst „Chip Go“ lässt sich das leere Auto aus der Ferne von menschlichen Teleoperatoren steuern.
Kompaktes Design und vielseitige Ausstattung für den Alltag
Der „Chip“ ist als sogenanntes „Life Utility Vehicle“ konzipiert und soll je nach Sitzkonfiguration Platz für vier bis sechs Personen bieten. Das Fahrzeug im Retro-Design zeichnet sich durch runde Scheinwerfer sowie einen LED-Dot-Matrix-Kühlergrill aus, der verschiedene Mimiken anzeigen kann. Käufer können zwischen einer offenen Rahmenkonstruktion, einem Stoffdach oder einem geschlossenen Aufbau wählen.
Trotz seiner kompakten Maße bietet der Stromer überraschende Detaillösungen: Der vordere Kofferraum fasst einen Kinderwagen, optional lässt sich dort sogar ein aufklappbarer Fernseher mit Lautsprechern installieren.
Robustere Ausführungen ermöglichen zudem die Befestigung von Surfbrettern an der Seite oder Dachträgern für Fahrräder auf dem geschlossenen Dach.
Teleoperation bringt das leere Fahrzeug alleine nach Hause
Eine der auffälligsten Funktionen des Fahrzeugs ist der geplante Service „Chip Go“. Dabei handelt es sich um Teleoperation: Ist kein Insasse im Auto, übernimmt ein menschlicher Fahrer aus der Ferne die Steuerung per Datenverbindung. So soll das Fahrzeug eigenständig einparken, jemanden abholen oder Besorgungen wie den Lebensmitteleinkauf erledigen.
Chip-Motors-Mitbegründer Jameson Detweiler erklärte gegenüber dem Fachportal InsideEVs, dass das Unternehmen während des ferngesteuerten Betriebs die volle rechtliche Haftung übernimmt.
Dennoch bleiben Fragen zur Sicherheit von Passanten bei unerwartetem Verhalten im Straßenverkehr offen. Technische Alternativen wie Lidar-Sensoren oder kamerabasierte autonome Systeme nutzt das Startup bislang nicht für diesen Dienst.
Einordnung in das Segment der Leichtfahrzeuge
In den USA fällt der Wagen in die Kategorie der Low-Speed Vehicles (LSV). Diese Autos dürfen auf Straßen mit einem Tempolimit von bis zu 56 km/h (35 mph) fahren, sofern der Fahrer einen gültigen Führerschein besitzt, das Fahrzeug ein Kennzeichen trägt und Sicherheitsgurte genutzt werden. Für den europäischen Markt entspricht dieses Prinzip weitgehend der Klasse der Leichtkraftfahrzeuge, die auf überschaubare Strecken im städtischen Umfeld ausgelegt sind.
Mit einem Preis ab 15.000 US-Dollar ist der „Chip“ etwa halb so teuer wie ein neuer Nissan Leaf. Im LSV-Segment konkurriert das Modell mit Fahrzeugen wie dem Wink Mark3, einer konventionelleren Schrägheck-Variante mit Heizung, Klimaanlage und knapp 137 Kilometern Reichweite für knapp unter 18.000 US-Dollar. Reservierungen für den „Chip“ nimmt der Hersteller gegen eine Anzahlung von 250 US-Dollar entgegen.
Würden Sie einem ferngesteuerten Elektroauto im Alltag vertrauen oder bevorzugen Sie klassische Fahrassistenzsysteme? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!




























