Der US-Schauspieler Jason Alexander hat sich öffentlich für sein Verhalten in einem Comedy-Video aus dem Jahr 2012 entschuldigt. In dem damaligen Clip der Plattform „Funny or Die“ hatte der „Seinfeld“-Darsteller der damals 17-jährigen Courtney Stodden mit einem Mobiltelefon an die Brust gefasst und unpassende Äußerungen getätigt. Alexander bezeichnete den Vorfall nun in einer Erklärung als „völlig unangebracht“ und drückte sein tiefes Bedauern aus. Stodden reagierte auf die Entschuldigung, verknüpft diese jedoch mit einem klaren Aufruf zur Unterstützung einer Gesetzesinitiative im US-Bundesstaat Kalifornien.
- Jason Alexander bedauert öffentlich einen Sketch von 2012 mit der damals minderjährigen Courtney Stodden.
- Stodden kritisierte, dass Erwachsene damals die Verträge unterzeichneten und die Gage an ihren damaligen Ehemann ging.
- Die Aktivistin fordert Alexander auf, den kalifornischen Gesetzentwurf AB 1267 gegen Kinderehen zu unterstützen.
Ein umstrittener Dreh und die Folgen einer Frühehe
Die Vorgeschichte reicht mehr als ein Jahrzehnt zurück. Im Jahr 2011 geriet Courtney Stodden im Alter von 16 Jahren in die Schlagzeilen, als sie den damals 51-jährigen Schauspieler Doug Hutchison heiratete. Ein Jahr später wirkte Stodden in einem Video der Comedy-Website „Funny or Die“ mit, das als Parodie auf eine Talkshow angelegt war. Darin berührte Alexander, der auch als Ko-Autor gelistet war, Stoddens Brust mit einem Mobiltelefon und witzelte darüber, sie nach ihrem 18. Geburtstag hinter die Couch zu bitten.
In einem Social-Media-Beitrag erinnerte Stodden an die Situation am Set und betonte, wie alleine sie sich als einzige Minderjährige im Raum gefühlt habe.
Sämtliche Verträge seien damals von Erwachsenen unterzeichnet worden, und die Gage sei direkt an ihren damaligen Ehemann geflossen. Stodden erklärte, erst Jahre später als Erwachsene das volle Ausmaß und die Problematik der damaligen Situation realisiert zu haben.
Öffentliches Bedauern nach mehr als zwölf Jahren
Auf die Äußerungen Stoddens reagierte Jason Alexander mit einer offiziellen Erklärung. Er gab an, Stoddens Einschätzung vollkommen zu teilen, dass der Sketch unangebracht gewesen sei. Er bedauere den Vorfall zutiefst und entschuldige sich aufrichtig für den verursachten Schaden und die Belastung.
Stodden zeigte sich überrascht darüber, dass ein beteiligter Erwachsener Verantwortung für das damalige Geschehen übernimmt. Zugleich wies sie darauf hin, dass Alexander sich bislang nicht privat bei ihr gemeldet habe. Eine persönliche Entschuldigung sei zwar bedeutungsvoll, doch noch wichtiger seien nun konkrete Taten.
Politische Initiative soll das Gesetz in Kalifornien ändern
Für Stodden geht die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit fließend in ihr aktuelles Engagement über. Sie arbeitet eng mit der Organisation „Unchained at Last“ zusammen, die sich in den USA gegen Kinderehen einsetzt. Ziel ist die Verabschiedung des Gesetzentwurfs AB 1267 in Kalifornien, der das Mindestalter für Eheschließungen strikt auf 18 Jahre festlegen soll.
Stodden rief Alexander dazu auf, seine Einsicht in Taten umzusetzen und den Gesetzentwurf AB 1267 sowie gemeinnützige Organisationen aktiv zu unterstützen.
In den USA existieren in mehreren Bundesstaaten rechtliche Regelungen, die Eheschließungen unter 18 Jahren erlauben. Die Initiative verdeutlicht, wie persönliche Aufarbeitung in der Unterhaltungsbranche genutzt wird, um auf bestehende Schutzlücken für Minderjährige aufmerksam zu machen.
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