Am Set des Filmprojekts „The Odyssey“ gilt eine strenge Regel für die Besetzung: Ugg-Boots sind am Drehort absolut verboten. Regisseur Christopher Nolan setzte bei den weltweiten Dreharbeiten auf absolute Realitätsnähe und untersagte das Tragen der populären Lammfellschuhe auch abseits der Kamera. Betroffen von der Anweisung waren unter anderem die Schauspielerinnen Anne Hathaway und Emily Blunt, die sich am Set komfortablere Fußbekleidung wünschten. Für den Filmemacher stellt das moderne Schuhwerk jedoch einen Störfaktor für die schauspielerische Immersion dar. Die Produktion führte das Team durch insgesamt sechs Länder, darunter Marokko, Griechenland, Italien, Island, Schottland und die USA.
- Regisseur Christopher Nolan verhängte für sein Filmprojekt ein striktes Ugg-Boot-Verbot am Set.
- Darstellerinnen wie Anne Hathaway und Emily Blunt durften das bequeme Schuhwerk auch zwischen den Aufnahmen nicht tragen.
- Nolan begründete die Entscheidung mit der Notwendigkeit, das historische Gefühl und die Immersion der Schauspieler aufrechtzuerhalten.
Strenges Verbot soll historische Immersion sichern
In einem Interview mit dem US-Sender CBS erläuterte Nolan seine Haltung zu der Maßnahme. Ein solches Schuhwerk könne die Darsteller unerwartet aus der Realität der Rolle herausreißen. Man wolle, dass die Schauspieler dauerhaft im Moment verbleiben, da Ugg-Boots ein eindeutiges Symbol der Moderne seien.
Schauspieler Matt Damon berichtete kürzlich beim Radiosender SiriusXM von den physischen Herausforderungen der Dreharbeiten. So sei das Rennen durch Kulissen wie Troja in echten Ledersandalen auf Steinboden eine spürbare Belastung gewesen. Umso größer war am Set der Wunsch nach bequemerem Schuhwerk zwischen den Takes.
„Etwas Derartiges kann einen merkwürdigerweise aus der Realität herausreißen“, begründete Christopher Nolan sein Verbot der bequemen Stiefel.
Der Wandel vom Surfschuh zum globalen Modetrend
Dass moderne Kleidung am Filmset konsequent verbannt wird, ist bei historischen Großproduktionen eine bewährte Praxis. Für die Filmcrews bedeutet dies eine methodische Ausrichtung, um visuelle Anachronismen und mentale Brüche bei den Darstellern zu vermeiden. Dies gilt insbesondere bei Aufnahmen, die hohe körperliche Präsenz verlangen.
Die Debatte unterstreicht zugleich den heutigen Status der Lammfellstiefel, die ursprünglich als Funktionsschuhe nach dem Surfen in Australien entwickelt wurden. Inzwischen haben sie sich fest in der internationalen Pop- und Modekultur verankert. Prominente Persönlichkeiten wie Timothée Chalamet zeigen sich regelmäßig in Mini-Uggs bei Sportveranstaltungen, während Adam Sandler die braunen Stiefel seit Jahren trägt.
Auch Luxushäuser und Designer nutzen die Silhouette: Pharrell Williams integrierte von Uggs inspirierte Modelle in seine Show für Louis Vuitton in Paris, während Willy Chavarria eine eigene Kollaboration ankündigte. Kampagnen mit Künstlern wie Central Cee, Channel Tres oder Nicole McLaughlin belegen die anhaltende Relevanz der Marke im Alltag – weit abseits historischer Filmkulissen. Trotz der strengen Regelung am Set stellte Nolan im CBS-Interview abschließend klar, dass Uggs großartig seien.
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