Der US-Kaffeekonzern Starbucks legt am Mittwoch nach US-Börsenschluss seine neuesten Quartalszahlen vor. Analysten rechnen laut Umfragen von LSEG im Schnitt mit einem Gewinn pro Aktie von 66 Cent sowie einem Umsatz von 9,16 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 8,4 Milliarden Euro). Zudem prognostizieren Experten ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von sechs Prozent. Dies wäre das dritte Quartal in Folge mit Zuwächsen und ein klares Signal dafür, dass der eingeleitete Sanierungskurs der weltgrößten Kaffeekette greift. Mit schnellerem Service und moderneren Filialen versucht das Unternehmen, wieder mehr Kundschaft in die Geschäfte zu locken.
- Wall Street erwartet für das Quartal einen Gewinn von 66 Cent pro Aktie und 9,16 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- Ein prognostiziertes flächenbereinigtes Umsatzwachstum von sechs Prozent markiert den dritten positiven Folgezeitraum.
- Strategische Einschnitte bei Rabatten sowie ein Fokus auf schnelleren Service und ein moderneres Angebot stützen die Erholung.
Neues Konzept setzt auf Tempo und Markenimage
Um den Kundenzulauf wieder zu steigern, hat Starbucks seine Strategie spürbar angepasst. Statt auf starke Preisnachlässe setzt die Kette nun verstärkt auf ein attraktiveres Angebot. Dazu gehören eine schnellere Bedienung, trendigere Produkte sowie eine erweiterte Auswahl an Speisen. Gleichzeitig gestaltet das Unternehmen seine Cafés wieder einladender, um die Aufenthaltsqualität vor Ort zu erhöhen.
Der schrittweise Ausstieg aus aggressiven Rabattaktionen bei zeitgleicher Fokussierung auf Servicegeschwindigkeit und Produktvielfalt stützt die Erholung der Kaffeekette.
Diese Neuausrichtung schlägt sich bereits in den Prognosen nieder. Chief Executive Officer Brian Niccol hatte bereits im vergangenen Quartal betont, dass die angehobenen Unternehmensziele im Vergleich zur tatsächlichen Entwicklung vorsichtig kalkuliert seien. In der Systemgastronomie gilt die Entwicklung des flächenbereinigten Umsatzes als entscheidender Gradmesser, da sie das reale Wachstum bestehender Standorte ohne Verzerrungen durch Filialneueröffnungen abbildet.
Starker Aktienkurs trifft auf makroökonomische Unsicherheiten
Für das Geschäftsjahr 2026 strebt Starbucks ein globales sowie US-weites Wachstum des flächenbereinigten Umsatzes von mindestens fünf Prozent an. Den bereinigten Gewinn pro Aktie schätzt das Management in einer Spanne zwischen 2,25 und 2,45 US-Dollar. Trotz der positiven Signale bleibt der Konzern nicht völlig von gesamtwirtschaftlichen Schwankungen unberührt. So können etwa stark schwankende Benzinpreise und eine allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit das Konsumverhalten dämpfen.
An der Börse wird die Kehrtwende der Kaffeekette bislang positiv aufgenommen. Die Aktie von Starbucks verzeichnete im laufenden Jahr einen Zuwachs von rund 23 Prozent. Damit beläuft sich der Marktwert des Unternehmens derzeit auf etwa 118 Milliarden US-Dollar (ca. 109 Milliarden Euro).
Nutzen Sie Starbucks-Filialen regelmäßig und haben Sie die Veränderungen beim Service oder Angebot bemerkt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!




























