In der australischen Metropole Sydney hat das höchste Holz-Hybrid-Hochhaus der Welt seine finale Höhe erreicht. Der Wolkenkratzer mit dem Namen Atlassian Central ragt 180 Meter in den Himmel und übertrifft den bisherigen Rekordhalter um mehr als das Doppelte. Das Bauwerk im neu entstehenden Stadtteil von Sydney wurde von den Architekturbüros SHoP Architects und BVN Architecture entworfen. Mit dem nun erreichten Richtfest des Rohbaus beginnen die abschließenden Arbeiten an der Hightech-Fassade. Die vollständige Fertigstellung des Projekts ist für Ende dieses Jahres geplant.
- Das Hochhaus Atlassian Central in Sydney erreicht eine Gesamthöhe von 180 Metern.
- Es übertrifft den bisherigen Rekordhalter Ascent im US-amerikanischen Milwaukee (86,6 Meter) deutlich.
- Beim Bau wurden rund 10.000 Kubikmeter Ingenieurholz mit einem Betonkern und einem Stahl-Exoskelett kombiniert.
Eine Hybridbauweise verbindet Holz mit Beton und Stahl
Atlassian Central löst den bisherigen Spitzenreiter ab: das 86,6 Meter hohe Gebäude Ascent im US-amerikanischen Milwaukee. Die Konstruktion des neuen Wolkenkratzers setzt auf einen Materialmix. Ein Betonkern sorgt gemeinsam mit einem äußeren Stahl-Exoskelett für die notwendige Stabilität gegen Wind- und Erdbebenkräfte. Im Inneren wurden rund 10.000 Kubikmeter verarbeitetes Holz verbaut, überwiegend in Form von Brettschichtholz-Stützen und Brettsperrholz-Elementen.
Der Neubau in Sydney übertrifft die Höhe des bisherigen Rekordhalters Ascent aus den USA um mehr als das Doppelte.
Die Kombination von Holz mit klassischen Baustoffen hat sich im modernen Hochhausbau als bevorzugter Standard etabliert. Während reiner Holzbau bei sehr hohen Gebäuden statische Grenzen erreicht, erlaubt die Hybridtechnik eine leichtere Bauweise bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Zudem ermöglicht der hohe Grad an Vorfertigung von Holzelementen schnellere Bauabläufe vor Ort.
Der Turm zielt auf eine deutliche Reduzierung der Emissionen
Neben den technischen Dimensionen steht die ökologische Nachhaltigkeit im Fokus. Nach Angaben des beteiligten Architekturbüros BVN strebt das Projekt eine Halbmodellierung der gebundenen CO2-Emissionen während der Bauphase im Vergleich zu konventionellen Bürotürmen an. Zudem soll die betriebliche Energieeffizienz im laufenden Betrieb um 50 Prozent gesteigert werden. Die Fassade des Gebäudes wird mit Solarmodulen und einer automatisierten Kühlung ausgestattet.
Das Projekt strebt eine Halbung der gebundenen CO2-Emissionen der Baustruktur im Vergleich zu herkömmlichen Bürotürmen an.
Auf insgesamt 39 Stockwerken bietet der Turm hauptsächlich Büroflächen. Dazu gehört ein viergeschossiger Gemeinschaftsbereich, der auf maximale natürliche Belichtung und Belüftung ausgelegt ist. Ergänzt wird das Raumangebot durch ein Hostel, mehrere Gartenterrassen und einen Dachgarten. Ein auf dem Areal bestehendes historisches Gebäude wird restauriert und direkt in die Eingangshalle des neuen Komplexes integriert.
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